Glasfaser Kosten

Ein Glasfaseranschluss kostet an zwei Stellen Geld: jeden Monat und einmal. Der zweite Teil ist der, der überrascht, und er hängt vor allem davon ab, wann du bestellst.

Der monatliche Preis, ehrlich gerechnet

Fast jeder Tarif wird mit einem Aktionspreis beworben, der ein halbes oder ein ganzes Jahr gilt. Danach greift der reguläre Preis. Wer die beiden Zahlen nicht zusammenrechnet, vergleicht Werbung statt Kosten.

Diese Seite rechnet deshalb den Schnitt über die volle Laufzeit: alle Preisstufen über vierundzwanzig Monate, dazu der einmalige Anschlusspreis, der Versand und ein Router, der zum Tarif gehört, abzüglich jeder Gutschrift. Im aktuellen Katalog stehen 129 Glasfasertarife von 12 Anbietern. So gerechnet reichen sie von 27,40 bis 173,86 Euro im Monat, in der Mitte liegen sie bei 52,87.

Für einen Gigabitanschluss gilt eine eigene Rechnung. 28 Tarife im Katalog liefern rund 1.000 MBit/s, und zwischen dem günstigsten und dem teuersten liegen 88,42 Euro im Monat. Über die Laufzeit gerechnet ist das ein Unterschied von mehr als tausend Euro für dieselbe Bandbreite.

Alle Beträge mit Stand 16.9.2026, ohne Gewähr. Sie entstehen beim Bau dieser Seite aus demselben Katalog, aus dem auch der Tarifvergleich gebaut wird.

Der Hausanschluss: kostenlos oder vierstellig

Das ist der größte Posten und der einzige, bei dem der Zeitpunkt entscheidet. Bevor ein Netzbetreiber baut, sammelt er Verträge ein. In dieser Phase ist der Hausanschluss kostenlos, samt Tiefbau auf deinem Grundstück und der Dose in der Wohnung.

Wer später kommt, zahlt ihn selbst. Die Leitung liegt dann zwar schon in der Straße, aber die Zufahrt zu deinem Haus muss jemand aufgraben, und genau das ist teuer. Je nach Länge der Strecke und Oberfläche landen die Angebote im vierstelligen Bereich.

Der Anschluss und der Internetvertrag sind dabei zwei verschiedene Dinge. Du kannst die Faser ins Haus legen lassen und trotzdem beim alten Anbieter bleiben. Das ist die Empfehlung, die sich aus der Sache selbst ergibt: Ein Tarif lässt sich jederzeit wechseln, ein zugeschütteter Graben nicht.

Die kleineren Posten

Der Bereitstellungspreis ist etwas anderes als der Hausanschluss. Er fällt an, wenn dein Vertrag auf einer Leitung geschaltet wird, die schon liegt. Von den 129 Glasfasertarifen im Katalog verlangen ihn 101; 28 kommen ohne aus. In der Rechnung oben steckt er schon drin.

Die Verkabelung in der Wohnung zahlt der Netzbetreiber nur bis zur Anschlussdose. Wenn die im Flur sitzt und der Router ins Arbeitszimmer soll, ist das deine Sache. Ein Netzwerkkabel unter der Fußleiste kostet wenig, ein Elektriker mehr.

Der Router lässt sich mieten oder kaufen. Miete kostet wenige Euro im Monat und wirkt klein, holt einen Kaufpreis über zwei Jahre aber meistens nicht ein. Kaufen lohnt sich, wenn du das Gerät länger behältst als den Vertrag. Frei wählen darfst du es in jedem Fall, auch bei Glasfaser.

Was im Mehrfamilienhaus dazukommt

Der Hausanschluss endet im Keller. Von dort in die einzelnen Wohnungen braucht es eine Steigleitung, und die zahlt nicht immer der Netzbetreiber. Bei der Nachfragebündelung ist sie meistens enthalten, später fast nie.

Wer zur Miete wohnt, zahlt sie ohnehin nicht selbst: Ein Eingriff in die Bausubstanz ist Sache des Eigentümers. Der muss zustimmen, bevor überhaupt gebaut wird. Was das praktisch bedeutet, steht auf der Seite der Deutschen Glasfaser, weil dort das Verfahren am deutlichsten zu sehen ist.

Was der Preis nicht verrät

Zwei Tarife mit derselben Zahl im Namen können sehr verschiedene Dinge sein. Der eine kommt mit Telefonflatrate, der andere ohne. Der eine bindet dich zwei Jahre, der andere einen Monat. Der eine läuft über FTTH, der andere über einen Kabelanschluss, der sich Glasfaser nennt.

Deshalb steht im Tarifvergleich jeder Tarif einzeln, mit Anschlussart, Ausstattung und dem Preis über die ganze Laufzeit. Und auf jeder Ortsseite steht, welche davon an deiner Adresse überhaupt bestellbar sind.